Ruhrsprint am 09./10.2016

Wenn Zeit und Trainingszustand es zulassen, lässt Guido zum Ruhrsprint seinen Einer ein paar Kilometer ruhraufwärts bei den Rudervereinen Bochum und Witten zu Wasser. Über knapp 500 Meter gilt es hier bei etwas stärkerer Strömung als in Hattingen, seine(n) Gegner in die Schranken zu verweisen. In diesem Jahr hatte es Guido in der Altersklasse E (ü. 55) "nur" mit Wolfgang aus Koblenz zu tun. "In Gießen hatte mir Wolfgang vor zwei Monaten noch über 1000 m eine Lektion erteilt, aber da mir die kurzen Strecken besser liegen, war ich einigermaßen zuversichtlich," beschreibt Guido seine Stimmung vor den Rennen. "Beide Male konnte ich mich am Start gut behaupten, ohne mich schon zu Anfang zu verausgaben," führt Guido aus, "Samstag hatte ich mich versteuert, bin dabei aber meinem Gegner zu nah gekommen und werde ihn vielleicht auch etwas behindert haben, denn mein Vorsprung betrug im Ziel gute 2 Längen. Sonntag war es ungleich knapper, aber ich habe trotzdem gewonnen."


Unser HRV-Grillabend 2016 im Bootshaus, mit einigen kleinen geliehenen, nicht unbedingt erforderlichen, Erläuterungen!

Genau so ist es auch zu verstehen: im Bootshaus.

Geregnet hatte es durchgehend in Strömen. Die Luftfeuchtigkeit betrug 100%. Da hatten Bastian und Florian in weiser Voraussicht die Sportgeräte in der Bootshalle zur Seite gerückt und die Party-Tische mit den „harten Hinternquälern“ bestückt. Sehr vorausschauend hatten sie für die Älteren eine Reihe Clubraum Stühle mit Sitzauflagen bereitgestellt. Entsagungsvoll von denen betrachtet, bei denen der Allerwerteste nach kurzer Zeit rebellierte….wie auch immer!

Für die Grillgestelle hatten die Beiden zwei Pavillons errichtet, so dass uns der Regen nichts anhaben konnte. Aber die Grillkohle war wohl auch nach längerer Lagerung leicht angefeuchtet so dass sich der Unkrautbrenner wieder bewähren konnte.

Bei einer Flammentemperatur von über 1000 °C brennen Grillkohle und Grillbriketts natürlich schneller an, als mit jedem anderen Mittel. Diskussionen welcher Grillanzünder besser ist, und warum kein Spiritus verwendet werden sollte, warum der Fön mal wieder vergessen wurde  erübrigen sich da. Zu wenig Kohle im Grill oder mittlerweile nicht mehr heiß genug? Kein Problem: Kohle nachfüllen, Flamme drauf, in 5 Minuten geht’s weiter.

Übrigens in den letzten Jahren ein gewohntes Bild im HRV, für das sich Kurt immer wieder aufs Neue begeistern kann. „Ich bin extra sofort durchgelaufen, um endlich mal ein Foto davon zu machen, wie Ha.-Jo. mit dem Flammenwerfer den Grill anwirft“

Und damit ist wieder einmal „nur“ dokumentiert: mit dem Feuer „spielen“ immer nur die Männer (am HRV-Grill? -und das nun schon seit 11 Jahren in Folge-. Fleißige Helfer waren da immer Bastian, Florian, Lothar und Georg).

Ist also Grillen tatsächlich nur Männersache?

Ich will mich ja nicht ohne Grund in meinem Alter noch unbeliebt machen und verweigere deshalb hierzu auch eine persönliche Antwort und zitiere nur:

Grillen ist Männersache. Das ist kein Vorurteil, sondern mit einer Umfrage belegt. Der Hähnchenhersteller Wiesenhof hat im vergangenen Jahr über 1000 Menschen zu ihren Grillgewohnheiten befragt. Das Ergebnis:

·        In 66 Prozent der Haushalte steht der Mann am Grill.

·        An 20 Prozent der Grills teilt man sich den Job,

·        zu sieben Prozent sind die Frauen die Grillmeister.

·        Weitere sieben Prozent grillen nie.“

 

Deutlicher geht’s nun wirklich nicht oder?

 

„Warum ausgerechnet Grillen Männersache ist, wo doch in den meisten Haushalten immer noch die Frau am Herd steht, darüber kann nur spekuliert werden. Ist es, weil die Männer das schlechte Gewissen plagt und sie sich auch einmal einbringen wollen? Oder weil es sich beim Akt des Feuermachens um eine archaische Handlung dreht? Kommt da der Urzeitmensch wieder durch, der sich in der Höhle auf die Brust schlug und seine Muskeln nutzte, um zwei Feuersteine kräftig aneinanderzuschlagen? Fest steht: Die Geschlechterrollen, die sich generell in den vergangenen Jahrzehnten durchaus etwas angeglichen haben, kommen am Grill so richtig durch. Denn wenn ein Mann sich dazu bereit erklärt, das Grillen zu übernehmen, wird die folgende Kette von Ereignissen in Bewegung gesetzt, die in verschiedenen Varianten im Internet kursiert“:

  1. Die Frau kauft das Essen
  2. Die Frau macht den Salat, bereitet das Gemüse und den Nachtisch.
  3. Die Frau bereitet das Fleisch fürs Grillen vor, legt es auf ein Tablett, zusammen mit allen notwendigen Utensilien und trägt es nach draußen, wo der Mann schon mit einem Bier in der Hand vor dem Grill sitzt.
  4. Und hier kommt der ganz wichtige Punkt des Ablaufs.
  5. DER MANN LEGT DAS FLEISCH AUF DEN GRILL.
  6. Danach kommen einige Routinehandlungen, welche durch die Frau ausgeführt werden
  7. die Frau bringt die Teller und das Besteck nach draußen.
  8. Die Frau informiert den Mann, dass das Fleisch am Anbrennen ist.
  9. Er dankt ihr für diese wichtige Information und bestellt gleich noch mal ein Bier bei ihr, während er sich um die Notlage kümmert.
  10. Und dann wieder ein ganz wichtiger Punkt!!!!!
  11. DER MANN NIMMT DAS FLEISCH VOM GRILL UND GIBT ES DER FRAU.
  12. Danach kommen wieder einige Routinetätigkeiten, welche die Frau ausführt.
  13. Die Frau arrangiert die Teller, den Salat, das Brot, das Besteck, die Servietten und Saucen und bringt alles zum Tisch raus.
  14. Nach dem Essen räumt die Frau den Tisch ab, wäscht das Geschirr
  15. und wieder ganz wichtig!!!!! :
  16. ALLE LOBEN DEN MANN FÜR SEINE KOCHKÜNSTE UND DANKEN IHM FÜR DAS TOLLE ESSEN.
  17. Der Mann fragt die Frau, wie es ihr gefallen hat, mal nicht kochen zu müssen und wie er dann sieht, dass sie leicht eingeschnappt ist, kommt er zu dem Schluss, dass man es den Weibern sowieso nie Recht machen kann und macht sich noch ein Bier auf……

Ein weiterer Grund für die Leidenschaft der Männer fürs Grillen und den Grill fasst einer der Interviewpartner wie folgt zusammen:“: „…man kriegt einfach für wenig Aufwand viel Anerkennung.“

 „In diesem Sinne eine schöne Grillsaison und ein herzlicher Dank den Damen der Schöpfung für die tatkräftige Unterstützung von uns Männern beim Grillen.“

(Quelle unbekannt, laut Wiesenhof nach mündlicher Überlieferung)

Was soll ich da noch hinzufügen außer:

·    Herzlichen Dank den Grillgehilfen, den Jugendlichen, die uns am Grill und die Gäste an den Tischen mit Bierversorgt haben, den Männern, die die Tische aufgestellt und eingedeckt haben, den Frauen, die die Salate gespendet haben und vor allem den 45 Gästen, die mit uns einen unterhaltsamen Grillabend verbracht haben und dieses Ereignis erst ermöglicht haben.

·   Aber auch ein „schade“ denen, die leider nicht gekommen sind und im nächsten Jahr wieder dabei sein sollten. Und ein ganz besonderer Dank den Organisatoren im Hintergrund.

Hans-Joachim Borgmann


Kurzstreckenregatta Biggesee Juli 2016

Für die Biggeseeregatta konnte in diesem Jahr erfreulicher Weise das Interesse einiger Regattaneulinge geweckt werden. Schön war auch, dass es sich viele Familienangehörige nicht nehmen ließen, den Weg nach Olpe anzutreten, um die Rennen zu verfolgen, anzufeuern oder einfach nur, um im fast schon zu kleinen Pavillion vor den Regenschauern Schutz zu suchen.  Die "Neuen" schlugen sich aber in ihren Rennen gut. Ganz knapp ging es z.B. im Jungen-Einer zu. Marco belegte am Ende Platz 2. Auch Paul-Erik wurde in seiner Klasse mit dem 2. Platz belohnt und Marian, Antonia und Joe zeigten, dass sie durchaus in der Lage sind, Regatten zu rudern.

Bei den erfahreneren Semestern wurden Jenni, Inken, Florian und Leon, Stf. Antonia im Mix-Vierer der offenen Altersklasse zumindest nicht Letzter; für das erste Rennen in dieser Zusammensetzung ein schöner Erfolg.

Noch besser machten es Florian und Guido im Master-Gig-Doppelzweier MA 43. Ganz famos steuerte Jenni die Beiden zum Sieg. Dass der Gig-Doppelzweier Else ein schnelles Schiff ist, bestätigten dann auch Tobias und Leon. Im Männer-Gig Doppelzweier mit Stf. Jenni wurde auch hier der erste Platz errudert. Selbstverständlich brachte das letzgenannte Duo auch den Pannenklöpper-Wanderpreis  mit nach Olpe, nahm in aber auch wieder mit nach Hattingen zurück, denn im Männer-Renn-Doppelzweier erkämpften Leon und Tobi auf dem letzten Streckenabschnitt einen weiteren Sieg.


Sprintregatta auf dem oberen Baldeneysee TVK Essen:

Während Julian im Leichtgewichts-Männer-Einer mit nur einer Luftkastenlänge Rückstand Zweiter wurde, steuerte Jennifer den Master Doppelvierer der Altersklasse D mit  Guido (Bild ganz links)  in  Renngemeinschaft mit Jörg, Bernhard  und Klaus-Uwe  aus Leverkusen und Neuss zu einem deutlichen Sieg.


Schenk zwei mal in Gießen siegreich
 
Die 104. Gießener Pfingst Regatta lockte wieder mit zahlreichen Geld- und Sachpreisen Ruderer aus Hessen, NRW, Bayern, Rheinland-Pflaz, Niedersachsen und Sachsen an die Lahn. Für den Hattinger RV gingen Julian Schenk und Guido Lüning an den Start. Während Guido im Master Einer dieses Mal ohne Erfolge blieb, erruderte der Julian im Leichtgewichts-Einer und in der offenen Klasse Siege und gute Platzierungen. Über 1000 Meter gelangen ihm zwei zweite und zwei erste Plätze, letztere jeweils nach hartem Bord-an-Bord-Kampf auf den letzten 100 Metern. Im 350-m-Sprint fehlten ihm allerdings letztendlich 2 bzw. 5 Zehntel Sekunden zum Sieg. "Verletzungsbedingt fehlt Julian noch etwas die Schnellkraft", resümiert Sportwart Florian, "Wir sind aber zuversichtlich, dass er dieses Handicap vor den nächsten Regatten noch egalisieren kann."

Das Gießener Auen- und Burgenland. Ein etwas anderer Regattabericht.

Unter 4 Minuten benötigt ein halbwegs geübter Einer-Ruderer um die 1000 Meter im Rennen zu absolvieren. Nicht immer hat man da Zeit, die Schönheit des gerade befahrenen Flusses und der umgebenden Landschaft zu bewundern.

Grund genug für Julian und Guido, nach den jeweiligen Renn-Tagen zum Abend das direkt an Gießen anschließende Gleiberger Land zu erkunden. Zunächst stand ein Besuch in Heuchelheim an. Dieses 8000 Einwohner kleine Städtchen liegt nördlich von Gießen, gut einen Kilometer von der Regattastrecke entfernt. Während die Universitätsstadt Gießen fast schon urbane Lebensart ausstrahlt, wünschen sich Hase und Igel in Heuchelheim „Gute Nacht“. So konzentrierten sich Julian und Guido auf die Besichtigung eines Betonwerkes, bzw. dessen Ausstellungsflächen sowie eines Milch- und Rinderzuchtbetriebes. Letzterer war zugleich Unterkunft für die Regattaübernachtungen. Wer nicht nur mit Hase und Igel zu Bett gehen, sondern auch aufzustehen pflegt, der ist beim Hof Burgenblick gut aufgehoben. Die frühen Start- und dadurch bedingt auch Aufstehzeiten (6.45 Uhr)  an Pfingst-Sonntag und –Montag, störte die Gastfamilie gar nicht, denn bereits ab 6 wurden die Kühe (elektrisch) gemolken.

Der Name der Pension „Hof Burgenblick“ machte natürlich neugierig. Deshalb wurden auch zwei Exkursionen zu den nahe liegenden Gemäuern unternommen. Ein wirklich lohnendes Erlebnis.

Zunächst stand der Besuch der Burg Vetzberg auf dem Programm. Die Vetzbergburg liegt im Biebertal, nur wenig mehr als 2 Kilometer vom Hof Burgenblick entfernt. Diese Burg wurde um 1200 als Zweitburg vom Grafen von Gleiberg errichtet. Interessant, dass diese Burg auf einem erloschenen Vulkan erbaut wurde. Dass der Burgengrund immer noch rumort, das lässt ein riesiges Stahlgeflecht erahnen, welches mit Spanngurten am Turm der Burg befestigt ist. Selbstverständlich kann man von einem Aussichtspunkt ein überwältigendes Panorama genießen und den Blick auf die naheliegende Burg Gleiberg, welche am folgenden Tage besichtigt wurde.

Dieses Relikt hat seine Ursprünge vor 950 und sollte damals als Festung gegen die Popponen dienen,  949 wurde sie offizielle Residenz von Heribert von der Wetterau. Heutzutage sind die schön renovierten Burgmauern frei zugänglich. Die informativen Messingtafeln an den neuralgischen Stellen der Burg ließen einen Fremdenführer fast vergessen, allerdings bleibt zu vermuten, dass so manche Erkundungsmaßnahme von Guido nicht die Zustimmung der Tourismusverwaltung gefunden hätte.

Dennoch lohnenswert die Einkehr in die Burgklause mit einigen wenigen aber dafür rustikalen und gut schmeckenden Speisen.

 

Fazit: Für jeden Lahn-Touristen sollten die beiden Burgen, die auch von der Regattastrecke aus zu sehen sind, ein Besichtigungsziel sein.

Bilder in der Galerie.


Frühjahrsregatta Rheine

02.04.2016 Bei der Frühjahrsregatta in Rheine über 4 km traten in landschaftlich schöner Umgebung Anke, Jennifer, Bastian und Lothar im Mixed Vierer an. Zum ersten mal überhaupt saß diese Kombination zusammen im Boot ; die interessante Regattastrecke auf der Ems konnte leider nicht vollständig über eine hintere Platzierung hinwegtrösten, beim nächsten Start wird das Ergebnis sicher besser (technisch gab es gar nicht so viel zu meckern).

Siegreich hingegen waren im Master Gig-Doppelvierer MA 55Jahre Guido und Anke (Stf.) in Renngemeinschaft mit den Ruderkameraden Uli, Uwe und Jörg aus Dormagen und Leverkusen. Nur zwei Sekunden betrug der Vorsprung vor dem zweitplatziereten Boot aus Hamm.


Krefelder Ruder-Regatta

26.09.2015 Zur Krefelder Ruderregatta wird traditionell die Rangliste der Junior-A-Skuller ausgefahren.

Eine gute Platzierung berechtigt dabei nicht nur zur Teilnahme an Verbandslehrgängen und Trainingsmaßnahmen, sie ist auch besonders entscheidend für mögliche Mannschaftsbildungen in Hinblick auf die nächste Regattasaison.

In diesem Jahr gingen darum nicht weniger als 54 Ruderer in neun Vorläufen auf die 1000 m lange Strecke. Matthias Fischer bewies mit einem Vorlaufsieg, dass im Hauptrennen mit ihm gerechnet werden musste und so kam es auch.

Nach dem Start lag der 17-jährige Schüler noch im hinteren Feld auf Platz vier, doch zur Streckenhälfte zahlte sich sein kontinuierlich gleichmäßiges Streckentempo aus, während die vor ihm liegenden Ruderer aus Essen und Hamm ihrem hohem Anfangstempo Tribut zollten, schob Matthias seinen acht Meter langen Einer auf die zweite Position und versuchte, den bis auf zwei Bootslängen angewachsenen Rückstand auf den Erstplatzierten aus Krefeld zu verkürzen, was letztlich aber nicht mehr gelang.

Im Master-Einer war Guido Lüning in Krefeld am Start und erruderte einen Sieg in seiner Altersklasse (ü. 55). In seinem zweiten Rennen fehlten ihm dann allerdings zwei Zehntelsekunden zum ersten Platz.


World-Rowing-Master-Regatta

09/2015: Erstmals bei einer internationalen Regatta und gleich 3 mal gut platziert! In Belgien startete Guido im Einer (Platz 3) und im gesteuerten und ungesteuerten Riemenvierer (5. und 6. Platz) mit Ruderkameraden aus Leverkusen und Köln. Ein tolles Erlebnis auf der 8-Bahnenanlage in Hazewinkel gegen fast ausschließlich internationale Konkurrenz.


Pfingst-Regatta-Gießen

28.05.2015 Zur internationalen Pfingst-Regatta in Gießen hatte in diesem Jahr zwar keine Konkurrenz aus dem Ausland gemeldet, aber viele Rudervereine aus Hessen, NRW, Baden-Württemberg, Bayern und sogar aus Niedersachsen und Sachsen ließen sich von dem dreitägigen Ruderspektakel an die Lahn ziehen.

Der Regattaverein Gießen hatte die Attraktivität seiner Regatta durch zahlreiche Sach- aber auch Geldpreise für Sieger und Platzierte gesteigert.

Der Hattinger RV hatte mit Julian Schenk, Florian Fischer, Philipp Hewing und Guido Lüning ein Team gemeldet, das zwar nicht um die ganz großen Geldpreise mitruderte, sich aber hervorragend schlug und acht Siege erzielte. Ganz besonders erfolgreich war Julian Schenk bei den Männern der Altersklasse B. Im Leichtgewichts-Einer und in der offenen Klasse zeigte der Hattinger seine Qualitäten und siegte drei Mal auf der 1000 m Distanz und einmal im 350-m-Sprint. Zwei weitere Rennen beendete er als Zweitplatzierter mit jeweils denkbar knappen Rückständen von unter einer halben Sekunde. So verwundert es nicht, dass Schenk einen Pokal für seine kämpferische Leistung erhielt.

Einmal siegreich über 1000 m war im Master-Einer der Altersklasse E Guido Lüning. Im Sprint Rennen belegte er zudem in der AK C gegen mindestens zehn Jahre jüngere Gegner immerhin Rang zwei.

Im Junior-Einer konnte Florian Fischer sowohl über 1000 m, als auch im Sprint jeweils einen sicheren Sieg für sich verbuchen. Bei den Junior-Leichtgewichten war Philipp Hewing auf der Kurzstrecke erfolgreich. Beide starteten auch gemeinsam im Junior-Doppelzweier und steigerten sich von Rennen zu Rennen. Nach einem letzten Platz wurde im zweiten Lauf bereits ein zweiter Rang erzielt. Leider fehlte im abschließenden Sprintrennen am Ende das Durchhaltevermögen, so dass dem Boot aus Bingen mit einer knappen halben Bootslänge der Vortritt gelassen werden musste.


TVK-Regatta

Erfolge bei der Fronleichnams-Regatta auf dem oberen Baldeneysee

Bei dieser Kurzstreckenregatta über 400 m gab es für den HRV bei acht Starts fünf Siege. So gewann Guido Lüning im Master-Einer nach einem langen Endspurt Guido startete zudem in Renngemeinschaft und wurde im Vierer Zweiter und siegte im Dreier mit seinen Trainingspartnern aus Leverkusen.

In der Männer-Klasse gelang Julian Schenk im Leichtgewichtseiner ein Klarer Sieg, im Doppelzweier mit Alexander Roos aus Duisburg musste er allerdings Lehrgeld zahlen und wurde nur Vierter.

Die Junioren Florian Fischer und Plilipp Hewing gewannen im Doppelzweier. Philipp gelang zudem gegen die Ruderer aus Neuss und Godesberg ein hart umkämüfter Sieg im Leichtgewichts-Junior-Einer, während Florian in der offenen Gewichtsklasse Zweiter wurde.


Bericht Regatta Biggesee

04.06.2015 Zur Regatta am Biggesee in Olpe traten die Aktiven des Hattinger Rudervereins auf Kurz- und Langstrecke an.

Während es bei der rd. 21 km langen Strecke auf Durchhaltevermögen ankam, welches die erfahreneren Hattinger Ruderer Anke Feldmann-Völzke, Petra Rogmann-Backwinkel, Petra Grosch, Bernhard Backwinkel, Kurt Schemberg und Bastian Gesche auch unter Beweis stellten, zeigte eine gemischte Hattinger Crew auf der Kurzstrecke über 500 m weitere eindrucksvolle Leistungen. Neben sieben Siegen wurdem zwei Sonderpreise gewonnen.

Insbesondere der Pannenklöpper-Wanderpreis im Männer-Doppelzweier ist eine in ganz NRW begehrte Trophäe, die bereits im letzten Jahr an die Ruhr geholt wurde. Kein Wunder, dass Sportwart Florian Wulff seine beste Sprint-Crew Leon Rienermann und Tobias Will mit der Verteidigung des Preises beauftragt hatte. Die beiden lösten die Aufgabe auch mit Bravour und siegten in Bestzeit aller Männer-Doppelzweier. Mit Steuermann Philipp Hewing gelang ihnen zudem im gesteuerten Männer-Zweier ein Sieg. Hewing bewies an den Steuerseilen wiederholt mit der Mannschaft Guido Lüning und Florian Wulff sein Geschick und steuerte dieses Hattinger Boot im Master-Zweier mit Stm. ebenfalls zum Sieg. Lüning und Hewing siegten dann in den Einern ihrer Altersklasse, ebenso wie Florian Fischer (Junior Einer). Während Fischer und Hewing dann im Doppelzweier der Junioren einen deutlichen Sieg einfuhren, bestritten Guido Lüning und Klaus-Uwe Klobedantz (Bayer Leverkusen) mit Steuerfrau Lena Pabsch im Master Zweier mit Stm. ü. 50 das wohl knappste Rennen der Regatta. Gegen die Boote aus Niederkassel, Ennepetal und Bottrop siegten sie mit knapp 20 cm Vorsprung.


Rudern gegen Krebs

18.08.2015

Erstmals fand in Hattingen am Sonntag die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ statt. Das Rahmenprogramm lenkte vom schlechten Wetter ab.

Angst vor dem Wasser musste keiner haben – nass wurden sowieso alle. Beim „Rudern gegen Krebs“ standen am Sonntag trotz Regen der Spaß und natürlich der gute Zweck im Mittelpunkt. Die trübe Ruhr war gesäumt von einem bunten Meer aus Festzelten und Regenschirmen, auf dem Wasser zwischen Hundewiese und Ruhrdeich sorgten die pinkfarbenen Trikots der Ruderer für Farbe.

Alle 74 Boote, die sich angemeldet hatten, waren angetreten. Morgens um zehn Uhr gab Landtagspräsidentin Carina Gödecke den Startschuss für das Ruderrennen – und äußerte den Wunsch, die Regatta in den kommenden Jahren in Hattingen zu wiederholen. Als offizielle Schirmherrin der Veranstaltung war sie nach Hattingen gekommen, ebenso Staatssekretär Schirmherr Dr. Ralf Brauksiepe.

Zum ersten Mal fand die Aktion „Rudern gegen Krebs“ der Stiftung „Leben mit Krebs“ in Hattingen statt. Mit Erfolg: „Hattingen hat sehr schnell den Spitzenplatz eingenommen, was Sponsoren und Teilnehmerzahlen angeht“, lobte Projektkoordinatorin Susanne von Schellenberg von der Stiftung. Mario Kleist, Verwaltungsleiter des Evangelischen Krankenhauses in Bochum, hatte den Sprung ins kalte Wasser gewagt und die Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Augusta-Stiftung, der Stifung „Rudern gegen Krebs“ und den Hattinger Rudervereinen koordiniert.

Die Rudervereine Hattingen und Blankenstein bereiteten die Teams in bis zu vier Trainingseinheiten pro Person auf das 300 Meter- Rennen vor. Mehr als einhundert Helfer sorgten bei der Regatta für einen reibungslosen Ablauf. Die DLRG- Helfer standen sogar stundenlang bei Dauerregen in der Ruhr, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Etwa die Hälfte der Ruder-Teams stammte aus den Augusta-Kliniken in Bochum und Hattingen – das Derby war da vorprogrammiert. Aber vor allem der Spaß: Die Urologen traten mit dem „U-Boot“ an, im Ruderboot namens „Aufschneider“ saßen die Pathologen. Ordentlichen Zuspruch gab es bei den Rennen vom Ufer aus – die Zuschauer schrien nur so um die Wette, um die Teams auf den letzten Metern vor dem Ziel anzufeuern.

Prof. Dirk Behringer, Leiter des Onkologischen Zentrums Augusta, war mit seinem Team „Onkologisches Zentrum Augusta“ gestartet. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stathis Phillippou, Dr. Benno Mann und Dr. Jan Volmerig saß er im Chefärzte- Boot – „unser Boot ist nicht vollständig gekentert“, schmunzelte er hinterher. Das Training im Vorfeld habe viel Spaß gemacht. Und die Ruhr vom Ruderboot aus zu sehen, sei für ihn eine ganz neue und – trotz Regen – sehr schöne Erfahrung gewesen.

Abseits von der Rennstrecke sorgte das Rahmenprogramm für Abwechslung: am WAZ-Stand gab es aufblasbare Klatschhilfen, die Tanzschule Dance Inn tanzte Zumba und DM lud zu Saft-Cocktails ein. Viele Stände informierten die Besucher über die Themen Sport, Krebs und Gesundheit. Auch die Gastronomie orientierte sich am Thema: der Küchenchef des EvK versorgte die Besucher mit ayurvedischen Spezialitäten. Eine große Auswahl an Kuchen lenkte vom schlechten Wetter ab, unter den Festzelten rückten die Besucher und Ruderer nicht nur beim Essen umso dichter zusammen.

(aus WAZ vom 17.08.2015, Elisa Schinke)