Das Gießener Auen- und Burgenland. Ein etwas anderer Regattabericht.

Unter 4 Minuten benötigt ein halbwegs geübter Einer-Ruderer um die 1000 Meter im Rennen zu absolvieren. Nicht immer hat man da Zeit, die Schönheit des gerade befahrenen Flusses und der umgebenden Landschaft zu bewundern.

Grund genug für Julian und Guido, nach den jeweiligen Renn-Tagen zum Abend das direkt an Gießen anschließende Gleiberger Land zu erkunden. Zunächst stand ein Besuch in Heuchelheim an. Dieses 8000 Einwohner kleine Städtchen liegt nördlich von Gießen, gut einen Kilometer von der Regattastrecke entfernt. Während die Universitätsstadt Gießen fast schon urbane Lebensart ausstrahlt, wünschen sich Hase und Igel in Heuchelheim „Gute Nacht“. So konzentrierten sich Julian und Guido auf die Besichtigung eines Betonwerkes, bzw. dessen Ausstellungsflächen sowie eines Milch- und Rinderzuchtbetriebes. Letzterer war zugleich Unterkunft für die Regattaübernachtungen. Wer nicht nur mit Hase und Igel zu Bett gehen, sondern auch aufzustehen pflegt, der ist beim Hof Burgenblick gut aufgehoben. Die frühen Start- und dadurch bedingt auch Aufstehzeiten (6.45 Uhr)  an Pfingst-Sonntag und –Montag, störte die Gastfamilie gar nicht, denn bereits ab 6 wurden die Kühe (elektrisch) gemolken.

Der Name der Pension „Hof Burgenblick“ machte natürlich neugierig. Deshalb wurden auch zwei Exkursionen zu den nahe liegenden Gemäuern unternommen. Ein wirklich lohnendes Erlebnis.

Zunächst stand der Besuch der Burg Vetzberg auf dem Programm. Die Vetzbergburg liegt im Biebertal, nur wenig mehr als 2 Kilometer vom Hof Burgenblick entfernt. Diese Burg wurde um 1200 als Zweitburg vom Grafen von Gleiberg errichtet. Interessant, dass diese Burg auf einem erloschenen Vulkan erbaut wurde. Dass der Burgengrund immer noch rumort, das lässt ein riesiges Stahlgeflecht erahnen, welches mit Spanngurten am Turm der Burg befestigt ist. Selbstverständlich kann man von einem Aussichtspunkt ein überwältigendes Panorama genießen und den Blick auf die naheliegende Burg Gleiberg, welche am folgenden Tage besichtigt wurde.

Dieses Relikt hat seine Ursprünge vor 950 und sollte damals als Festung gegen die Popponen dienen,  949 wurde sie offizielle Residenz von Heribert von der Wetterau. Heutzutage sind die schön renovierten Burgmauern frei zugänglich. Die informativen Messingtafeln an den neuralgischen Stellen der Burg ließen einen Fremdenführer fast vergessen, allerdings bleibt zu vermuten, dass so manche Erkundungsmaßnahme von Guido nicht die Zustimmung der Tourismusverwaltung gefunden hätte.

Dennoch lohnenswert die Einkehr in die Burgklause mit einigen wenigen aber dafür rustikalen und gut schmeckenden Speisen.

 

Fazit: Für jeden Lahn-Touristen sollten die beiden Burgen, die auch von der Regattastrecke aus zu sehen sind, ein Besichtigungsziel sein.

Bilder in der Galerie.


Frühjahrsregatta Rheine

02.04.2016 Bei der Frühjahrsregatta in Rheine über 4 km traten in landschaftlich schöner Umgebung Anke, Jennifer, Bastian und Lothar im Mixed Vierer an. Zum ersten mal überhaupt saß diese Kombination zusammen im Boot ; die interessante Regattastrecke auf der Ems konnte leider nicht vollständig über eine hintere Platzierung hinwegtrösten, beim nächsten Start wird das Ergebnis sicher besser (technisch gab es gar nicht so viel zu meckern).

Siegreich hingegen waren im Master Gig-Doppelvierer MA 55Jahre Guido und Anke (Stf.) in Renngemeinschaft mit den Ruderkameraden Uli, Uwe und Jörg aus Dormagen und Leverkusen. Nur zwei Sekunden betrug der Vorsprung vor dem zweitplatziereten Boot aus Hamm.


Krefelder Ruder-Regatta

26.09.2015 Zur Krefelder Ruderregatta wird traditionell die Rangliste der Junior-A-Skuller ausgefahren.

Eine gute Platzierung berechtigt dabei nicht nur zur Teilnahme an Verbandslehrgängen und Trainingsmaßnahmen, sie ist auch besonders entscheidend für mögliche Mannschaftsbildungen in Hinblick auf die nächste Regattasaison.

In diesem Jahr gingen darum nicht weniger als 54 Ruderer in neun Vorläufen auf die 1000 m lange Strecke. Matthias Fischer bewies mit einem Vorlaufsieg, dass im Hauptrennen mit ihm gerechnet werden musste und so kam es auch.

Nach dem Start lag der 17-jährige Schüler noch im hinteren Feld auf Platz vier, doch zur Streckenhälfte zahlte sich sein kontinuierlich gleichmäßiges Streckentempo aus, während die vor ihm liegenden Ruderer aus Essen und Hamm ihrem hohem Anfangstempo Tribut zollten, schob Matthias seinen acht Meter langen Einer auf die zweite Position und versuchte, den bis auf zwei Bootslängen angewachsenen Rückstand auf den Erstplatzierten aus Krefeld zu verkürzen, was letztlich aber nicht mehr gelang.

Im Master-Einer war Guido Lüning in Krefeld am Start und erruderte einen Sieg in seiner Altersklasse (ü. 55). In seinem zweiten Rennen fehlten ihm dann allerdings zwei Zehntelsekunden zum ersten Platz.


World-Rowing-Master-Regatta

09/2015: Erstmals bei einer internationalen Regatta und gleich 3 mal gut platziert! In Belgien startete Guido im Einer (Platz 3) und im gesteuerten und ungesteuerten Riemenvierer (5. und 6. Platz) mit Ruderkameraden aus Leverkusen und Köln. Ein tolles Erlebnis auf der 8-Bahnenanlage in Hazewinkel gegen fast ausschließlich internationale Konkurrenz.


Pfingst-Regatta-Gießen

28.05.2015 Zur internationalen Pfingst-Regatta in Gießen hatte in diesem Jahr zwar keine Konkurrenz aus dem Ausland gemeldet, aber viele Rudervereine aus Hessen, NRW, Baden-Württemberg, Bayern und sogar aus Niedersachsen und Sachsen ließen sich von dem dreitägigen Ruderspektakel an die Lahn ziehen.

Der Regattaverein Gießen hatte die Attraktivität seiner Regatta durch zahlreiche Sach- aber auch Geldpreise für Sieger und Platzierte gesteigert.

Der Hattinger RV hatte mit Julian Schenk, Florian Fischer, Philipp Hewing und Guido Lüning ein Team gemeldet, das zwar nicht um die ganz großen Geldpreise mitruderte, sich aber hervorragend schlug und acht Siege erzielte. Ganz besonders erfolgreich war Julian Schenk bei den Männern der Altersklasse B. Im Leichtgewichts-Einer und in der offenen Klasse zeigte der Hattinger seine Qualitäten und siegte drei Mal auf der 1000 m Distanz und einmal im 350-m-Sprint. Zwei weitere Rennen beendete er als Zweitplatzierter mit jeweils denkbar knappen Rückständen von unter einer halben Sekunde. So verwundert es nicht, dass Schenk einen Pokal für seine kämpferische Leistung erhielt.

Einmal siegreich über 1000 m war im Master-Einer der Altersklasse E Guido Lüning. Im Sprint Rennen belegte er zudem in der AK C gegen mindestens zehn Jahre jüngere Gegner immerhin Rang zwei.

Im Junior-Einer konnte Florian Fischer sowohl über 1000 m, als auch im Sprint jeweils einen sicheren Sieg für sich verbuchen. Bei den Junior-Leichtgewichten war Philipp Hewing auf der Kurzstrecke erfolgreich. Beide starteten auch gemeinsam im Junior-Doppelzweier und steigerten sich von Rennen zu Rennen. Nach einem letzten Platz wurde im zweiten Lauf bereits ein zweiter Rang erzielt. Leider fehlte im abschließenden Sprintrennen am Ende das Durchhaltevermögen, so dass dem Boot aus Bingen mit einer knappen halben Bootslänge der Vortritt gelassen werden musste.


TVK-Regatta

Erfolge bei der Fronleichnams-Regatta auf dem oberen Baldeneysee

Bei dieser Kurzstreckenregatta über 400 m gab es für den HRV bei acht Starts fünf Siege. So gewann Guido Lüning im Master-Einer nach einem langen Endspurt Guido startete zudem in Renngemeinschaft und wurde im Vierer Zweiter und siegte im Dreier mit seinen Trainingspartnern aus Leverkusen.

In der Männer-Klasse gelang Julian Schenk im Leichtgewichtseiner ein Klarer Sieg, im Doppelzweier mit Alexander Roos aus Duisburg musste er allerdings Lehrgeld zahlen und wurde nur Vierter.

Die Junioren Florian Fischer und Plilipp Hewing gewannen im Doppelzweier. Philipp gelang zudem gegen die Ruderer aus Neuss und Godesberg ein hart umkämüfter Sieg im Leichtgewichts-Junior-Einer, während Florian in der offenen Gewichtsklasse Zweiter wurde.


Bericht Regatta Biggesee

04.06.2015 Zur Regatta am Biggesee in Olpe traten die Aktiven des Hattinger Rudervereins auf Kurz- und Langstrecke an.

Während es bei der rd. 21 km langen Strecke auf Durchhaltevermögen ankam, welches die erfahreneren Hattinger Ruderer Anke Feldmann-Völzke, Petra Rogmann-Backwinkel, Petra Grosch, Bernhard Backwinkel, Kurt Schemberg und Bastian Gesche auch unter Beweis stellten, zeigte eine gemischte Hattinger Crew auf der Kurzstrecke über 500 m weitere eindrucksvolle Leistungen. Neben sieben Siegen wurdem zwei Sonderpreise gewonnen.

Insbesondere der Pannenklöpper-Wanderpreis im Männer-Doppelzweier ist eine in ganz NRW begehrte Trophäe, die bereits im letzten Jahr an die Ruhr geholt wurde. Kein Wunder, dass Sportwart Florian Wulff seine beste Sprint-Crew Leon Rienermann und Tobias Will mit der Verteidigung des Preises beauftragt hatte. Die beiden lösten die Aufgabe auch mit Bravour und siegten in Bestzeit aller Männer-Doppelzweier. Mit Steuermann Philipp Hewing gelang ihnen zudem im gesteuerten Männer-Zweier ein Sieg. Hewing bewies an den Steuerseilen wiederholt mit der Mannschaft Guido Lüning und Florian Wulff sein Geschick und steuerte dieses Hattinger Boot im Master-Zweier mit Stm. ebenfalls zum Sieg. Lüning und Hewing siegten dann in den Einern ihrer Altersklasse, ebenso wie Florian Fischer (Junior Einer). Während Fischer und Hewing dann im Doppelzweier der Junioren einen deutlichen Sieg einfuhren, bestritten Guido Lüning und Klaus-Uwe Klobedantz (Bayer Leverkusen) mit Steuerfrau Lena Pabsch im Master Zweier mit Stm. ü. 50 das wohl knappste Rennen der Regatta. Gegen die Boote aus Niederkassel, Ennepetal und Bottrop siegten sie mit knapp 20 cm Vorsprung.


Rudern gegen Krebs

18.08.2015

Erstmals fand in Hattingen am Sonntag die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ statt. Das Rahmenprogramm lenkte vom schlechten Wetter ab.

Angst vor dem Wasser musste keiner haben – nass wurden sowieso alle. Beim „Rudern gegen Krebs“ standen am Sonntag trotz Regen der Spaß und natürlich der gute Zweck im Mittelpunkt. Die trübe Ruhr war gesäumt von einem bunten Meer aus Festzelten und Regenschirmen, auf dem Wasser zwischen Hundewiese und Ruhrdeich sorgten die pinkfarbenen Trikots der Ruderer für Farbe.

Alle 74 Boote, die sich angemeldet hatten, waren angetreten. Morgens um zehn Uhr gab Landtagspräsidentin Carina Gödecke den Startschuss für das Ruderrennen – und äußerte den Wunsch, die Regatta in den kommenden Jahren in Hattingen zu wiederholen. Als offizielle Schirmherrin der Veranstaltung war sie nach Hattingen gekommen, ebenso Staatssekretär Schirmherr Dr. Ralf Brauksiepe.

Zum ersten Mal fand die Aktion „Rudern gegen Krebs“ der Stiftung „Leben mit Krebs“ in Hattingen statt. Mit Erfolg: „Hattingen hat sehr schnell den Spitzenplatz eingenommen, was Sponsoren und Teilnehmerzahlen angeht“, lobte Projektkoordinatorin Susanne von Schellenberg von der Stiftung. Mario Kleist, Verwaltungsleiter des Evangelischen Krankenhauses in Bochum, hatte den Sprung ins kalte Wasser gewagt und die Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Augusta-Stiftung, der Stifung „Rudern gegen Krebs“ und den Hattinger Rudervereinen koordiniert.

Die Rudervereine Hattingen und Blankenstein bereiteten die Teams in bis zu vier Trainingseinheiten pro Person auf das 300 Meter- Rennen vor. Mehr als einhundert Helfer sorgten bei der Regatta für einen reibungslosen Ablauf. Die DLRG- Helfer standen sogar stundenlang bei Dauerregen in der Ruhr, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Etwa die Hälfte der Ruder-Teams stammte aus den Augusta-Kliniken in Bochum und Hattingen – das Derby war da vorprogrammiert. Aber vor allem der Spaß: Die Urologen traten mit dem „U-Boot“ an, im Ruderboot namens „Aufschneider“ saßen die Pathologen. Ordentlichen Zuspruch gab es bei den Rennen vom Ufer aus – die Zuschauer schrien nur so um die Wette, um die Teams auf den letzten Metern vor dem Ziel anzufeuern.

Prof. Dirk Behringer, Leiter des Onkologischen Zentrums Augusta, war mit seinem Team „Onkologisches Zentrum Augusta“ gestartet. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stathis Phillippou, Dr. Benno Mann und Dr. Jan Volmerig saß er im Chefärzte- Boot – „unser Boot ist nicht vollständig gekentert“, schmunzelte er hinterher. Das Training im Vorfeld habe viel Spaß gemacht. Und die Ruhr vom Ruderboot aus zu sehen, sei für ihn eine ganz neue und – trotz Regen – sehr schöne Erfahrung gewesen.

Abseits von der Rennstrecke sorgte das Rahmenprogramm für Abwechslung: am WAZ-Stand gab es aufblasbare Klatschhilfen, die Tanzschule Dance Inn tanzte Zumba und DM lud zu Saft-Cocktails ein. Viele Stände informierten die Besucher über die Themen Sport, Krebs und Gesundheit. Auch die Gastronomie orientierte sich am Thema: der Küchenchef des EvK versorgte die Besucher mit ayurvedischen Spezialitäten. Eine große Auswahl an Kuchen lenkte vom schlechten Wetter ab, unter den Festzelten rückten die Besucher und Ruderer nicht nur beim Essen umso dichter zusammen.

(aus WAZ vom 17.08.2015, Elisa Schinke)